W I D E R H A L L - Nr. 59
J a n u a r / F e b r u a r ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Jetzt kommt das Über-Versailles!


Seitenbetreiber: Im vorigen Jahr ist von Deutschland
gerademal die letzte Rate an Reparationen für den Ver-
sailler-Vertrag vom Ersten Weltkrieg 1914 - 1918 be-
zahlt worden. Neunzig Jahre lang minus 12 Jahre Drit-
tes Reich. Natürlich sind so "nebenher" auch Unsum-
men von Milliarden an Reparationen in Gestalt von Ent-
schädigungen, Wiedergutmachungen, Patentraub, Sach- und
Wirtschaftsleistungen (z.B. Ruhrkohle, komplette VW-
Käfer-Produktion nach Britannien, ganze Fabriken in die
Sowjetunion) zuzüglich der laufenden materiellen und
finanziellen Alimentierung Israels (z.B. U-Boote u.v.a.),
wozu noch letztendlich die Finanzierung der Europäischen
Union hinzuzurechnen ist, womit wir den eigenen Untergang
bezahlen. Letzterem wird jetzt die Krone aufgesetzt, denn
"ab jetzt zahlt Deutschland für die komplette EU-Pleite"!


Worüber deutsche Medien kein Wort verloren:
Ab jetzt zahlt Deutschland für die komplette EU-Pleite!


Von Wolfgang Hackert

Um den 15. November des vergangenen Jahres beehrte einer der verlängerten Arme der Rothschilds, Ober-Bankster
Jean-Claude Trichet, seines Zeichens Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt/Main die deutsche
Hauptstadt Berlin in auffallend unauffälliger Weise.

Zweck des klandestinen Besuchs war die Übergabe eines Ukas an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dieser Besuch wurde von der Gesamtheit unserer bundesdeutschen Qualitätsmedien der Schweigespirale
überantwortet, lediglich im Online-Service der "Welt" vom 17. November 2010 erschien eine kurze Mitteilung, welche
jedoch innerhalb dreier Tage wieder entfernt wurde.

Glück im Unglück ist, wenn aufmerksame Nichtdeutsche desinformierte Deutsche an ihren Erkenntnissen teilhaben
lassen. Im vorliegenden Fall war es der Schweizer Nationalrat Dr. phil. Ulrich Schlüer. Dr. Schlüer ist hochrangiger
Funktionär der Blocher-Partei (SVP) und zugleich Chefredakteur ihres Parteiorgans "Schweizerzeit". Zudem ist er
geistiger Vater und Hauptorganisator der erfolgreichen Initiative für das Minarettverbot. Dr. Schlüer hat sein Wissen
um den Berlinbesuch Trichets in einem Exkurs unter dem Titel "Geheime Katastrophenplanung" zusammengefaßt und
in der "Schweizerzeit" veröffentlicht. Für kurze drei Tage erschien dieser Exkurs auch bei Google, dann entdeckten
ihn wohl Gesinnungschnüffler und sorgten für seine Entfernung.

Besagter Ukas aus Brüssel verbietet den Banken der Bundesrepublik, den erwirtschafteten Mehrwert zugunsten des
bundesdeutschen Wohlergehens zu verwerten.

Der erwirtschaftete Mehrwert muß auf Weisung der allerhöchsten Ebene in seiner Gesamtheit zur Alimentierung der
europäischen Pleitestaaten verwendet werden. Trichet enthielt sich jeglicher Zurückhaltung: Der Euro könne
angesichts der Verschuldungskrise, die mit Griechenland, Irland, Portugal und Spanien bereits vier Euroländer faktisch
in den Bankrott gerissen hat, nur gerettet werden, wenn Deutschland die gesamten Schulden dieser vier Staaten
übernehme; die zukünftigen selbstverständlich eingeschlossen.


530 Milliarden Euro a fonds perdu.


Dr. Schlüer schrieb: "Trichets in Berlin ultimativ vorgetragene Forderung laute nun, daß Deutschland gleichsam 'auf
Teufel komm raus' Überschüsse zu erzielen habe. Diese Überschüsse dürften allerdings weder zur Erneuerung und
Erweiterung der Betriebsanlagen mittels Investitionen noch für Lohnerhöhungen für das Personal und schon gar nicht
für die Reduktion der auch in Deutschland Tatsache gewordenen Staatshaushalts-Überschuldung verwendet werden.
Nein: Deutschland müsse Milliarden-Überschüsse erzielen, um damit die Schulden der bankrotten EU-Länder
übernehmen zu können.

"Wenn Trichet solch exorbitante Summen von Deutschland fordert, dann weiß er genau um die Stärke seiner Position.
Schließlich sitzt auch Deutschland in der Schuldenfalle.

"Deutsche Banken - spekulativ darauf vertrauend, daß Brüssel Staatsbankrotte von EU-Ländern niemals zulassen
werde - verzeichnen in ihren Büchern seitens der vier offensichtlich bankrotten EU-Staaten Guthaben in der Höhe von
sage und schreibe 530 Milliarden Euro. Niemals könnten deutsche Banken Abschreibungen von 530 Milliarden als
Resultat von Staatsbankrotten im EU-Raum verkraften - nachdem der deutsche Staat insbesondere den deutschen
Länderbanken das Überleben eben erst bloß mit Rettungszuschüssen in der Größenordnung von Hunderten von
Millionen Euro sichern konnten.

"Bundeskanzlerin Merkel soll, berichtet der erwähnte Welt Online-Artikel, im Prinzip auf das Ansinnen Trichets
eingegangen sein. Das würde bedeuten, daß die Europäische Union nur überleben kann, wenn Deutschland faktisch
die gesamten Schulden der Euro-Bankrotteure übernimmt. Die deutschen Steuerzahler und die deutschen
Arbeitskräfte dürfen aus diesem Befund zur Kenntnis nehmen, daß mehr als ihr gesamter Wirtschaftserfolg an die
Bankrotteure abgeführt werden muß. Deutschland selbst bliebe nichts vom Ertrag der entfalteten
Wirtschaftsanstrengungen." Dr. Schlüer hat sich unmißverständlich ausgedrückt: Wird die EU nicht von der BRD
alimentiert, geht die "Titanic" unter. Daher auch die schweißtreibenden Ängste Merkels um ihre einsturzgefährdeten
Kartenhäuser EU und Euro; der Kaiser ist somit nackt.

Dr. Schlüer stellt die berechtigte Frage: "Kann den Deutschen zugemutet werden, für die Schuldenwirtschaft der
gesamten EU aufzukommen, ohne daß Deutschland über die Haushaltsführung der EU und all ihrer Mitgliederländer
nicht auch das letzte, entscheidende Wort eingeräumt werden muß?"


"Nationale Souveränität ist nicht so wichtig."


Warum sollte man? Bekanntlich implizieren die Maastrichter Verträge - wir wissen dies aus dem Munde
Francois Mitterands und Jacques Delors - ein "Versailles ohne Krieg".

War das Versailler Diktat zumindest zeitlich und finanziell begrenzt, ermöglicht Trichets Erpressung versteckte
Reparationszahlungen in beliebiger Höhe bis zum St. Nimmerleinstag. Das Versailler Diktat somit in seiner höchsten
Vollendung. Die Befreier des deutschen Volkes haben sich 65 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges über
den Umweg der Verpleitung kredithungriger Aufstiegsländer selbst übertroffen:

Unbegrenzte Reparationszahlung bis ans Ende der Geschichte.


An den Verhandlungen im Berliner Kanzleramt nahm neben Kanzlerin Merkel auch der böse alte Mann im Rollstuhl
teil; eine personelle Zusammensetzung, die ein erfolgreiches Verhandlungsergebnis zugunsten des EU-
Währungshüters und seiner Auftraggeber garantiert. Die ersten Folgen zeichnen sich bereits ab. Am 7. Dezember
2010 vermeldete Welt-Online, der Minister im Rollstuhl beabsichtige den deutschen Staatsaushalt unter EU-Aufsicht
zu stellen.

Welt-Online berichtet: "... Schäuble war von der Onlineausgabe der Financial Tirnes gefragt worden, ob er sich
vorstellen könne, daß der Deutsche Bundestag sein Budgetrecht an die EU abtreten würde. Und der Finanzminister
antwortete darauf ungewohnt eindeutig: 'Wenn Sie heute um eine Abstimmung bitten würden, bekämen Sie kein Ja als
Antwort', sagte Schäuble. 'Wenn Sie uns aber einige Monate geben, um daran zu arbeiten, wenn Sie uns auch die
Hoffnung geben, daß andere EU-Mitgliedsstaaten dem zustimmen, dann sehe ich eine Chance dafür.' Gerade die
Deutschen würden nach dem verlorenen Krieg und der Chance fOr einen Neuanfang zutiefst die Notwendigkeit der
europäischen Einigung verstehen. 'Nationale Souveränität allein ist nicht das Instrument für das 21. Jahrhundert'."
Alles klar?

Die Belohnung des Währungshüters ist bereits gesichert; man versprach ihm doch für seine beglückende Tätigkeit den
Karlspreis des Jahres 2011. Die "Berliner Zeitung" berichtete am Nikolaustag 2010 auf Seite 8: "Aachen. Der
internationale Karlspreis zu Aachen geht im kommenden Jahr an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean
Claude Trichet. Er trägt mit seinem Einsatz für einen stabilen Euro zu Wohlstand und sozialer Sicherheit (sic!) in
Europa bei, erklärte das Karlspreis-Direktorium in Aachen." So schön ist Demokratie! Piep, piep, wir haben uns alle
lieb...

Wolfgang Hackert
*
Wolfgang Hackert veröffentlichte beim DS-Verlag 2009 den Hintergrund-Bestseller "Getürkt & gelinkt - Wem nützt
'rechte Gewalt'?", 235 5., zahlr. Abb. 14,80 Euro (Art.-Nr. 104856) Bestell-Adresse: bestellung(A)ds-verlag.de
Deutsche Stimme, Postfach 100 068, D-01571 Riesa.

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


Die 338 Milliarden Euro Forderungen Deutschlands an die
Europäische Zentralbank und europäische Nationalbanken.


Wer meint der obige Artikel von Wolfgang Hackert sei Spekulation, der wird schnell eines Besseren belehrt, wenn er
die Wochenendausgaben der bundesrepublikanischen Tageszeitungen liest. Da gibt es z.B. in der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" vom 19. Februar 2011 gleich auf der ersten Seite einen höchst aufschlußreichen Bericht über die Schulden
der europäischen Nationalbanken und auch der Europäischen Zentralbank (EZB), der der künftige Karlspreisträger
Claude Trichet vorsteht.

Trichets EZB und etliche Nationalbanken aus der EU-Zone stehen infolge der Finanzkrise mit sage und schreibe 338
Milliarden Euro bei der Deutschen Bundesbank in der Kreide. Wie die Zeitung schreibt, haben damit die
Verbindlichkeiten der EU bei der Bundesbank einen Rekordstand erreicht, was aus ihrem Monatsbericht hervorgeht.

Daß EZB-Banker Claude Trichet alles daran setzt - ob im Auftrag der Rothschilds oder nicht - bei der Merkel einen
Schuldenerlaß zu erwirken, ist alles andere als verwunderlich.

Zwar hatten die "anderen" schon immer Schulden bei den Deutschen, aber jetzt ist der Rahmen gesprengt. Die
Forderungen übertreffen die bisherigen BRD-Zahlungen in den "Rettungsschirm", im Falle Irland mit 17,5 Milliarden
Euro. In 1004 betrugen die Schulden der EZB und anderen EU-Banken bei der Deutschen Bundesbank "erst" 21
Milliarden Euro und jetzt sind sie um das 16-fache auf die schon erwähnten 338 Milliarden Euro hoch geschnellt. Wer
an Rückzahlung glaubt, glaubt noch an den Osterhasen. Unsere "Experten" sind fassungslos. Hans-Werner Sinn, der
Präsident des Ifo-Institutes kritisierte die Schulden des Euroraums bei der Deutschen Bundesbank. Wie die Zeitung
schreibt, stehe er diesem Phänomen konsterniert gegenüber.

Auf Seite sieben derselben Tageszeitung geht es um den G-20-Gipfel in Paris auf dem es hauptsächlich um die
sogenannten "Ungleichgewichte" unter den Wirtschaftsnationen gehen soll. In der Debatte darüber sitzen die
Exportnationen China und Deutschland auf der Anklagebank. Man will uns und den Chinesen die Exporte begrenzen,
mit Zielvorgaben und Quoten zum Abbau der "Ungleichgewichte". In der Wirtschaft starke Nationen sollen sich
künstlich schwächen, damit die schwachen besser dastehen. Umgedreht sollte wohl eher ein Schuh draus werden!

Hauptsächlich wird Druck aus Paris und Washington ausgeübt. Die in dieser Hinsicht sattsam bekannte französische
Finanzministerin Christine Lagarde meint, wenn sich die "Ungleichgewichte" weiter so ausweiten wie bisher, "führt
uns das direkt vor die Wand der nächsten Schuldenkrise". Ihr sind die anhaltenden Exportüberschüsse Deutschlands
ein Dorn im Auge. Aber schlachtet man die Kuh, die man melken will? Auch nur ein Abwürgen der Kuh, ist nicht
hilfreich. Sie gibt dann eben weniger Milch, sehr zum Nachsehen Jean Claude Trichet's Anliegen, daß Deutschland die
Europäische Union komplett alimentieren soll, wie es im Eingangs-Artikel "Jetzt kommt das Über-Versailles"
angeklungen ist.

Liebe Leserin, lieber Leser, wußten Sie, daß das Sparvermögen der Bürger Deutschlands die für jeden bekannt
exorbitant hohen Staatsschulden um ein Mehrfaches übersteigen? Das weckt Begehrlichkeiten.

Karl-Heinz Heubaum

||************************************************************
|| ERNST WELTEKE ZWEIFELT AN WEIDMANN.
|| Hamburg. Der ehemalige Präsident der Bundesbank, Ernst
|| Welteke, hat sich skeptisch zur Ernennung Jens Weidmanns
|| (Finanzberater Merkels - KHH.) als neuen Notenbankchef ge-
|| äußert. "Eine Schwäche ist sicher, dass Weidmann noch nie
|| einen so großen Apparat mit so vielen Mitarbeitern geführt
|| hat", sagte Welteke, der von 1999 bis 2044 der Bundesbank
|| vorstand. Allerdings stehe Weidmann als Bankchef nicht
|| allein da, sondern die Institution funktioniere auch "aus
|| sich heraus". Aus "Lingener Tagespost" vom 19. Febr. 2011.
|| Ein aufschlußreiches Bekenntnis, was Welteke da preisgibt.
|| Die Bundesbank wird nicht das einzige Institut sein, daß
|| "aus sich heraus" ohne "Chef" zurechtkommt. K.-H. Heubaum
||************************************************************

=============================================
Abgeschlossen am 20. Februar 2011.
=============================================

===================================================================
Vielen Dank für den Besuch der Homepage. Bitte weiterempfehlen und wieder
reinschauen. In unregelmäßigen Abständen kommen neue Beiträge hinzu. Anregungen,
Kritik und Beiträge sind willkommen. Bei Leser-Briefen setze ich die Erlaubnis
zur Veröffentlichung voraus, wenn nichts anderes angegeben wird.
A C H T U N G ! A C H T U N G ! A C H T U N G ! ! Um den Suchrobotern im Netz
das Auffinden von ePost-Adressen möglichst zu erschweren, verwende ich in
allen eBrief-Anschriften anstelle des @ die Zeichenfolge (A)
Ich verweise ausdrücklich auf den Haftungsausschluß und die Bekanntmachungen
gleich am Anfang meiner Hauptseite hin, gültig für alle von mir veröffentlichten
Weltnetz-Seiten. Viele Grüße von Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de